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Geschichte zum Valentinstag

Junge Mädchen gingen an diesem hohen Festtag in den Tempel und brachten oft Blumenopfer, um sich einen Rat für die richtige Partnerwahl zu holen. Weiters zogen ungebundene Männer bei einer Art Liebeslotterie Lose, auf denen die Namen von ledigen Damen standen, mitdenen sie dann ausgehen durften. Da Juno als Schutzherrin von Ehe und Familie galt, sollen schon gut situierte Römer ihre Frauen mit Blumen zum Valentinstag beglückt haben. Schließlich passte der Klerus im Mittelalter die bestehenden Feste und Gebräuche an den christlichen Glauben an. So kam es, dass sich die römische Tradition mit der Geschichte des Bischofs mischte und der 14. Februar heute als Valentinstag und "Tag der Blumen" und auch Geschenke gefeiert wird.

Nach Deutschland, Schweiz und Österreich kam der Brauch Blumen zum Valentinstag zu schenken Anfang der Fünfziger Jahre. Damals bat ein britischer Besatzungsoffizier, der in Österreich für seine Frau Blumen kaufen wollte, den Blumentrauß mit einem roten Herzen zu versehen. Da die Verkäuferin kein rotes Herz zur Verfügung hatte, griff sie zu ihrem Lippenstift und malte eines auf ein Stück Papier und schmückte damit die Blumen.

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Fortsetzung Valentinstag Bräuche

So wurden auch Tiere, die am Valentinstag auf die Welt kamen, nicht für eine Aufzucht verwendet. Das galt auch für Menschen. Wer am Valentinstag geboren war, sollte in seinem Leben nicht vom Glück verfolgt sein.

Mit einem ausgiebigen Mahl feierten dagegen die Seeleute und Kaufleute den Valentinstag. Anders wiederum in England im Mittelalter, so sich am 14. Februar der Valentin seine Valentine wünschten konnte. Es gehörte zum damaligen Ritual sich gegenseitig Blumen, Geschenke oder Gedichte zu schicken. Am Vortag des Valentinstags befragte man Hochzeitsorakel und es wurden eigene Rituale vollzogen, damit auch gesichert war, dass alle Mädchen einen Mann abbekamen.

In Ländern wie Frankreich oder Belgien war der Valentinstag mit der Variante des Mailehens verknüpft: So war es üblich, dass im Mai unverheiratete Männer für ein Jahr ein Mädchen ersteigern konnten, die sie für ein Jahr als Partnerin betrachten und ausführen konnten.

Als Erfinder der Valentinskarten gilt der Herzog von Orleans, der im Jahr 1415 im Londoner Tower gefangen war und seiner Geliebten immer wieder Liebesbekundungen schickte. Der Schriftsteller Samuel Pepys und seine Gattin sollen das Schicken von Valentinskarten und Blumen zum Valentinstag der Überlieferung nach eingeführt haben.

Und wie wird der Brauch des Valentinstags nun in Deutschland praktiziert? Nach altem Glauben wird ein Mädchen den jungen Mann heiraten auf dem sie am Valentinstag als erstes trifft. Deshalb wurde gleich in aller Frühe der schon lange Angebeten ein Blumenstrauß übereicht. Und heute darf neben Blumen zum Valentintag auch ein länger haltendes Geschenk überreicht werden, wie Schmuck oder Kosmetikartikel. Das die Verbundenheit länger unterstreicht, als Blumen die relativ schnell den Kopf hängen lassen.

Rassige Spanier schenken Ihren Frauen oft Dessous, die dann einen romantischen Abend mit der Angebeten verbringen und anschließen auch noch die neuen Dessous in Augenschein nehmen können.

Übrigens: Die Gebeine des heiligen Valentin sollen in der Pfarrkirche von Krumbach liegen, wo man auch einen Besuch abstatten kann. Und am Valentinstag bieten viele Städte Brautpaaren, die an diesem Tag heiraten wollen meist besonders dekorierte Trauzimmer, die an den Tag der Liebe, den Valentinstag erinnern sollen.